Sa 21.04.2018
Roman-Marathon

Theater in der Reithalle, Schlossplatz 3
Beginn: 19 Uhr
Musikalische Umrahmung:
Rainer Brunn – Acoustic Blues

Preise:
Vorverkauf: 18 EUR
Abendkasse: 25 EUR
Schüler/Studenten: 10 EUR

Ingrid Kaltenegger

Für den Gitarrenlehrer Franz, der die Vierzig schon überschritten hat, läuft’s nicht gut: Seine Rockstar-Karriere als Musiker hat er schon weitgehend aufgegeben, stattdessen unterrichtet er talentfreie Jugendliche, in seiner Ehe kriselt es, und seine Tochter pubertiert. Eines Tages gerät er in einen Autounfall, bei dem ein alter Mann umkommt.

Ausgerechnet als seine Frau Linn ihn zu einem Lebens hilfeseminar mitschleppt, begegnet Franz das Unfallopfer Egon – als Geist. Egon taucht immer wieder auf, bis Franz ihm verspricht, ihn zu seiner Jugendliebe zu bringen, die im Koma liegt – damit Egon endlich seinen Seelenfrieden findet. Aber wer hier letztlich wem hilft, wird zunehmend unklar.

„Das Glück ist ein Vogerl“ ist eine charmant-verschrobene Komödie – und zugleich eine Erzählung über Krisen und Kraft der Liebe in drei Generationen.

Ingrid Kaltenegger, in Salzburg geboren und aufgewachsen, ist Schauspielerin und Dreh buchautorin. 2015 wurde ihr Text „Punks Not Dead“ mit dem Deutschen Kurzkrimipreis ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Köln. „Das Glück ist ein Vogerl“ ist ihr erster Roman.

Bildquelle: Bettina Fürst-Fastré

„… ein herrlicher, amüsanter Roman, der niemals in Klamauk umschlägt.“
Andreas Schröter, Ruhr Nachrichten

Simon Strauß

Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Doch ein Bekannter hat ihm ein Angebot gemacht: Sieben Mal um sieben Uhr soll er eine der sieben Tod sünden begehen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Sieben Nächte ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend.

Simon Strauß, Sohn des Dramatikers und Essayisten Botho Strauß, wurde 1988 in Berlin geboren. Er studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität Berlin. Er lebt in Frankfurt und ist seit 2016 Redakteur im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Über seinen im Frühjahr 2017 erschienenen Debütroman sagt der Autor: „Ein Plädoyer für das Wunderbare, das Geheimnisvolle, darum geht es mir auch.“

Bildquelle: Martin Walz

„Ein gewaltiges literarisches Debüt“
Björn Hayer, Berliner Zeitung

Irene Diwiak

1924: Der bekannte österreichische Musikexperte Christoph Wagenrad hat sich in die junge Gisela Liebwies verliebt, die seiner verstorbenen Frau, einer berühmten Pianistin, ähnlich sieht. Obwohl unbegabt, soll sie nun ebenfalls zum Star aufgebaut werden. Durch Erpressungen seitens Wagenrads schafft sie es ans Konservatorium und erhält sogar die Hauptrolle bei der Abschlussdarbietung. In der eigens dafür komponierten Oper kommt denn auch die Hauptdarstellerin fast ohne Stimme aus. Und dass bei der Urheberschaft des Bühnenwerkes geschummelt wurde, muss ja auch niemand erfahren …

Irene Diwiak wurde 1991 in Graz geboren und studierte in Wien Slawistik, Judaistik und Komparatistik. Nachdem sie bereits Hörspiele, Theaterstücke und Erzählungen veröffentlicht hatte, legte sie im vergangenen Jahr mit „Liebwies“ ihren viel beachteten Debütroman vor. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen: So gewann sie u. a. 2015 den Autorenwettbewerb der Nibelungenspiele Worms und wurde im selben Jahr mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet.

Bildquelle: www.corn.at / Deuticke

„Liebwies ist eine Entdeckung, ein unterhaltsamer, witziger und auch ein bitterböser Roman über ein durchaus ernstes Thema: die Verlogenheit des Ruhms.“
Sybille Peine, dpa